
Vor kurzem haben wir ein Interview mit Herrn Sascha Basler, Inhaber von Curry-Queen, geführt. Insgesamt wurden eine Stunde lang Fragen beantwortet. Wenn die Resonanz auf das nachfolgende Interview entsprechend ausfällt, werden wir den zweiten Teil zeitnah veröffentlichen. Jetzt aber erst mal viel Spaß beim lesen!
Erzählen Sie uns etwas über Ihr Unternehmen. Was machen Sie und wie kam es dazu?
Mitte 2007 haben wir, Bianka Habermann und ich Sascha Basler, die „Curry Queen Gourmet und Food GmbH“ in Hamburg gegründet. Anfangs gab es noch gar keinen Laden, aber wir hatten den ersten wichtigen Schritt getan – einen ideologischen Überbau erschaffen.
Die Idee war im Prinzip folgende: Frau Habermann und ich kommen ursprünglich aus der Medienindustrie. Insgesamt haben wir über 20 Jahre in der Musikbranche gearbeitet und sind seit jeher verwöhnte Esser – also auch gern-kochende-Menschen. Da man eine Wurst nicht aus dem Netz herunterladen kann, die Probleme der Musikbranche dürften ja jedem bekannt sein, hatten wir uns entschieden etwas mit Essen zu machen. Wir wollten nicht einfach ein Restaurant eröffnen, deshalb legten wir uns grobe Bausteine zu Recht – wie z.B. das Thema Food Entwicklung, Erarbeiten eines gastronomischen Konzeptes, sowie parallel eine Marke zu bilden.
Nach einigen Überlegungen entschlossen wir uns gegen das Konzept eines normalen Restaurants. Weder ich noch Frau Habermann kommen aus der Gastronomie und dieses Geschäft muss man irgendwie lernen – und sei es durch Praxis.
Die leitenden Frage war: „Was fehlt uns, als Konsumenten, am Markt?“ Nicht jeder kann täglich in einem Sternerestaurant essen. Weder von der Gewohnheit her noch finanziell. Außerdem braucht man zwischendurch mal die Gelegenheit, ein einfaches Essen zu sich zu nehmen – sprich Fast Food. Es gab zwar schon das ein oder andere Wurstkonzept, aber in diesem Bereich fehlte uns noch einiges. Es fiel uns z.B. auf, dass bis auf ein schöneres Ambiente, sich eigentlich nichts am Essen verändert hatte.
Der Kern der endgültigen Idee war also, beim Essen anzufangen. Folglich dachten wir uns ein Konzept für verwöhnte, gern-essende-Menschen aus. Aber vor allen Dingen auch für „schmeckende- Menschen“. Die Grundidee war also geboren und das Konzept verknüpften wir dann mit einem ansprechenden Ambiente und einer Marke– so entstand also das Wurst-Restaurant-Konzept namens Curry Queen.
Mittlerweile sind wir mit dem Geschäft seit 3 Jahren in der Erikastraße (Hamburg) am Markt. In diesem ersten Geschäft haben wir genau auf die Konzeption geachtet. Dort gibt es z.B. keine Pommes, es wird also nichts frittiert. Stattdessen werden frische Risotti, Kartoffelpüree und ganze Speisen zubereitet. Dazu passend haben wir jetzt ein Kochbuch herausgegeben. Allumfassend bieten wir Rezepte von „Himmel & Erde“ bis Champagnerkraut mit Entenwürstchen und Rösti an. Als diese Kreationen in dem Gault Millau 2010 aufgenommen wurden, freuten wir uns ungemein – das erste Wurst-Restaurant der Welt im Gault Millau. Diese Auszeichnung gab uns die nötige Bestätigung, dass für unser Konzept noch Platz am Markt war. Uns war aber auch klar, dass wir es nicht bei einer kleinen Marke, gegründet in der Erikastraße, belassen wollten. Das Konzept war bis zu diesem Zeitpunkt nicht multiplizierbar, weil der Kunde in jeder Filiale die gleich Auswahl und Qualität erwartet. Logische Schlussfolgerung war also die Entwicklung eines Konzepts für die Systemgastronomie.
Um das Unternehmen gänzlich dargestellt zu haben: Es gibt auch die sogenannte Food Entwicklung. Aus dieser Abteilung kommt z.B. das Ketchup, welcher mittlerweile Bundesweit vertrieben wird – u.a. von Rewe, Edeka, Toom und sogar der Metro. Das letzte Projekt, welches gerade fertig geworden und jetzt veröffentlich wurde, ist das Kochbuch. Wir sind also mit verschiedenen Produkten am Markt und betreiben Cross-Marketing. Überall dort wo noch kein Geschäft von uns ist werden die Menschen in den nächsten Jahren immer wieder mit der Marke konfrontiert – an der Expansion arbeiten wir!
Können Sie ein bisschen mehr über Ihre Marketingaktivitäten sprechen?
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Constantin on November 22nd 2010 in Unternehmenserfolge